AG Biochemische Ökologie und Molekulare Evolution

Biochemische Ökologie (biol213)

Die Vielfalt der chemischen Strukturen im Bereich der Naturstoffe übersteigt die der Pflanzen selbst. Geschmack, Duft und Farben sind ebenso Produkte des sogenannten "pflanzlichen Sekundärstoffwechsels" wie auch tödlich wirkende Gifte. Doch warum werden diese Moleküle von Pflanzen gebildet? Welche Funktion haben sie im Zuge der Evolution erlangt? Die Vorlesung gibt einen Überblick über die wichtigsten Klassen von Naturstoffen. Damit werden Sie nicht nur in der Lage sein, Naturstoffe den wichtigsten Substanzklassen wie Alkaloiden, Flavonoiden oder Terpenen zuordnen zu können, sondern Sie werden auch viele Beispiele für ihre Bedeutung für Wechselwirkungen der Pflanze mit ihrer Umgebung benennen können. Neben den zentralen Funktionen des Sekundärstoffwechsels wird auch erklärt, welche biochemischen Prozesse die Wirkung bzw. Wahrnehmung der Naturstoffe vermitteln.

In der Praktischen Übung werden Sie sich mit ausgewählten Phänomenen des Sekundärstoffwechsels genauer befassen. Dazu gehören die Analyse von pflanzlichen Extrakten sowie molekulare Mechanismen der Pflanze-Tier-Wechselwirkungen. Manche Versuche mögen extrem simpel in der Durchführung sein – doch ihr Ergebnis überrascht. Dies betrifft auch Phänomene, die Sie aus dem Alltag zu kennen meinen, deren Erklärung bei näherer Betrachtung jedoch unerwartet ist. Methoden der Molekularbiologie erlauben zudem Einblicke in die Regulation und Funktion individueller Gene.

Während des Moduls halten Sie ein Referat, im Anschluss an das Modul wird eine Klausur geschrieben.